Pressemitteilung MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH

 © Prof. Johner Erstes vollständig implantierbares Cochlea-Implantat (TICI) in Deutschland eingesetzt

Pressemitteilung | 01.12.2020 | MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH

Starnberg, 01. Dezember 2020 (jk): - Am Freitag, den 27. November 2020 wurde in der Klinikund Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde des LMU Klinikums der Universität München, am Standort Großhadern (Direktor Univ.-Prof. Dr. med. Martin Canis), erstmals in Deutschland ein vollständig implantierbares Cochlea-Implantat (Totally Implantable Cochlear Implant - kurz TICI) eingesetzt. Implantiert wurde es im Rahmen einer klinischen Machbarkeitsstudie von Prof. Dr. Joachim Müller, einem international anerkannten Experten für Cochlea-Implantate. Eine junge Frau, die unter hochgradigem Hörverlust leidet, ist damit die erste Person in Deutschland, der das neuartige TICI implantiert wurde. Diese Machbarkeitsstudie wird als europäisches Kooperationsprojekt zusammen mit der Universität Lüttich in Belgien durchgeführt. In Zukunft soll das TICI den Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, rund um die Uhr und in allen Lebenslagen zu hören, ganz ohne externe Komponenten.

"Wir freuen uns, dass wir erneut unserer Rolle als Innovationsführer gerecht werden und als erster Hörimplantat-Hersteller ein solch vollständig implantierbares CI-System hier in Deutschland implantiert werden kann. Viele Jahre Forschung stecken bereits im TICI und so ist diese Machbarkeitsstudie für uns ein echter Meilenstein in der Firmengeschichte von MED-EL. Wir gratulieren Professor Müller und seinem Team zur gelungenen Operation. Danken wollen wir vor allem auch der ersten deutschen TICI-Nutzerin - schließlich werden auch Ihre persönlichen Erfahrungen in die Weiterentwicklung bis zur Marktreife des TICI einfließen", sagte MED-EL Deutschland Geschäftsführer Gregor Dittrich. 

Mit der Machbarkeitsstudie zum TICI unterstreicht MED-EL erneut seine Marktführerschaft im Bereich der Hörimplantate. Das global agierende Unternehmen mit Hauptsitz in Innsbruck ist bekannt für seine starke Ausrichtung auf Forschung und Entwicklung sowie seine nutzerzentrierten Technologien.

Prof. Dr. med. Joachim Müller, ist Oberarzt am LMU Klinikum der Universität München, an der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und international anerkannter Experte für Cochlea-Implantate. Der engagierte HNO-Arzt spricht begeistert über diese erste TICI-Implantation in Deutschland: "Schon durch Cochlea-Implantate konnten wir seit rund 30 Jahren das Leben von hochgradig schwerhörigen Menschen enorm erleichtern. Doch einen Wunsch von Betroffenen hören wir in unserem Klinik-Alltag immer wieder: Die Implantate sollen am besten nicht oder nur wenig sichtbar sein, die Stigmatisierung durch die Gesellschaft ist wohl für viele hörbehinderte Menschen, nach wie vor ein Thema und ein schweres Los. Umso wichtiger ist es, dass wir hier im Rahmen der Machbarkeitsstudie des TICI einen zukunftsweisenden Schritt vorankommen und so dem Wunsch von Betroffenen besser entsprechen. Für mich war es zudem eine besondere Ehre diese Operation durchführen zu dürfen. Ein Dank gilt sowohl MED-EL für das entgegengebrachte Vertrauen als auch der Leitung des Klinikums, die diese zukunftweisende Forschungskooperation ermöglicht haben. Alles ist wunderbar verlaufen. Ein herzliches Dankeschön geht im Namen des gesamten Teams an die erste deutsche TICI-Nutzerin. Wir freuen uns sehr darauf, Sie weiter auf ihrem Weg zum "neuen" Hören zu begleiten."

Weitere Operationen sind im Europäischen Verbund in München und Lüttich in den nächsten Monaten geplant. Eine Marktreife sowie Zulassung bis zur offiziellen Verfügbarkeit wird jedoch noch viele Jahre in Anspruch nehmen.

Über HÖRVERLUST
Mehr als 5% der Weltbevölkerung - 466 Millionen Menschen - leben mit einschränkendem Hörverlust (432 Millionen Erwachsene und 34 Millionen Kinder)1. Schätzungen zufolge werden 2050 bereits 900 Millionen Menschen - also jeder Zehnte - von einschränkendem Hörverlust betroffen sein.  Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt bei Hörverlust verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit. Dazu zählen auch Hörimplantate.1  
 
Über Geoffrey Ball, Chefjuror von Ideas4ears und Erfinder der VIBRANT SOUNDBRIDGE
Geoffrey Balls außergewöhnliches technologisches Abenteuer begann im legendären Silicon Valley in Kalifornien. Jahre später führte es ihn nach Innsbruck im Herzen der österreichischen Alpen, wo er noch heute lebt und arbeitet.  Schon als Kind war Ball klar, dass Gebärdensprache, herkömmliche Hörgeräte und Lippenlesen nichts für ihn waren. Daher beschloss er, selbst nach einer Lösung für seinen Hörverlust zu suchen. Er ließ sich nie von seiner Hörbeeinträchtigung aufhalten und entwickelte sich zu einem modernen Renaissance-Wissenschaftler mit breit aufgestellten Interessen und Fähigkeiten, kombiniert mit einem unternehmerischen Talent für Innovationen.

Über MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH: 
Die MED-EL Elektromedizinische Geräte Deutschland GmbH wurde 1992 als erste Tochterfirma des Innsbrucker Medizintechnik-Unternehmens MED-EL Medical Electronics in Starnberg gegründet. Über 130 Mitarbeiter sind für Nutzer von MED-EL Hörimplantat-Systemen tätig und betreuen Kliniker, Audiologen, Techniker, Hörgeräteakustiker und Verantwortliche im Vertriebsgebiet Deutschland, Niederlande, Finnland, Luxemburg und den ABC Inseln in den Niederländischen Antillen.

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