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Ausgabe Nr. 4/2007 (9. August) Übersicht  Impressum
Veranstaltungen
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Cluster-Treff Medizintechnik

Cluster Im Rahmen des Clusters Medizintechnik organisiert das Forum MedTech Pharma e.V. Cluster-Treffs. Ein Unternehmen ist Gastgeber für Vertreter anderer Unternehmen oder Forschungseinrichtungen.
Ziel und Inhalt der Treffen ist:

  • Vorstellung des Produkt- und Dienstleistungsspektrums des gastgebenden Unternehmens
  • Präsentation aktueller Cluster-Informationen
  • Gespräch über ggf. neu anzustoßende Kooperationsprojekte
  • Ideensammlung für mögliche zukünftige Kooperationsforen, Fachtagungen oder gemeinsame Messeauftritte


Die nächsten Cluster-Treffs finden bei folgenden Unternehmen statt:

Ziehm Ziehm Imaging GmbH
19. September 2007
Nürnberg          >>> Programm- und Anmeldeseite



GSF GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit
18. Oktober 2007
Neuherberg

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Fachtagung "Biomaterialien - Prothetik"

Biomat Veranstaltungsort: Residenz, Würzburg
Datum: 10. Oktober 2007

Themenschwerpunkte:

  • Funktionalisierung und Miniaturisierung von Organ-Prothesen
  • Neuroprothetik - Integration elektronischer Komponenten
  • Bionische Optimierung von Prothesen
  • Produktprüfung, Zertifizierung und Kostenübernahme


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Fachtagung "Krankenhaus - Logistik und Prozesse"

Krankenhauslogistik Veranstaltungsort: Hanns-Seidel-Stiftung, München
Datum: 24. Oktober 2007

Themenschwerpunkte:

  • Auswirkungen des Kostendrucks auf die innerbetrieblichen Abläufe aus Sicht verschiedener Klinikbetreiber
  • Zukünftige Herausforderungen für Beschaffung und Versorgung im Krankenhaus
  • Möglichkeiten der Prozessoptimierung durch innovative Logistikkonzepte
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Rückblick: Clustertreff bei Viasys Healthcare

Vorreiter in der kardiorespiratorischen Diagnostik

Kompetenzpartner für Standort Höchberg gesucht

Cluster-Treff mit Einbindung von Sensorik und Logistik

Impression Cluster-Treff Viasys Eingebettet in die Medizintechnik-Region Würzburg mit ca. 70 innovativen Firmen, 40 Krankenhäusern und zahlreichen Forschungsinstituten, hat sich aus der 1952 gegründeten Firma Jaeger – seit 2001 zugehörig zur amerikanischen Firma Viasys Healthcare – ein Global Player entwickelt. Viasys nimmt im Markt der Lungenfunktions-Diagnostik mit den Jaeger-Produkten eine weltweite Spitzenstellung ein. Zusätzlich bedient Viasys von Höchberg aus den europäischen Markt mit dem Sortiment der amerikanischen Schwester-Unternehmen. Geräte für die Neuro-Diagnostik, die Schlaf-Diagnostik und die Intensivbeatmung gehören dazu. Mehr als 150 Arbeitsplätze sind in den letzten 12 Monaten entstanden. Zusätzlich wurde ein neues Logistikzentrum mit 16.000 qm Fläche in Betrieb genommen. Durch die internationale Ausrichtung von Viasys und der weltweit steigenden Nachfrage im Bereich der Lungenfunktions-Diagnostik entwickelte sich ein großer Bedarf an zusätzlichen, innovativen Zulieferern von Baugruppen und Komponenten, an Logistikspezialisten und an externen Entwicklungspartnern im Bereich Sensorik.
Impression Cluster-Treff Viasys Daher trafen sich Experten aus diesen Bereichen im Rahmen des Cluster-Treffs Medizintechnik am 20. Juni 2007 bei der Firma Viasys. Geschäftsführer Ralf Lother und ein hochrangiger Stab von Mitarbeitern präsentierten das Portfolio von Viasys, insbesondere auch das Geschäftsfeld Viasys Clinical Services VCS, welche die technische Betreuung klinischer Studien für Pharmahersteller umsetzt. Durch die weltweite Vernetzung kommen so in einer derzeitigen Studie 700 Geräte in 52 Ländern zum Einsatz. Zu den rund 30 Teilnehmern des Cluster-Treffs zählten u. a. sowohl die Firmen Corscience, Oechsler und Combase als auch Vertreter vom Forschungszentrum Magnet-Resonanz-Bayern e.V.. Die Einbindung der Cluster Logistik und Sensorik in den Medizintechnik-Treff ermöglichte eine optimale Abdeckung des gesuchten Portfolios der Firma Viasys. In der lebhaften Diskussion und in intensiven Gesprächen konnten noch vor Ort erste Ideen und Schritte im Hinblick auf neue zukünftige Kooperationen erörtert werden.

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Rückblick: Fachtagung "Diagnostics - Automatisierte Verfahren"

Von HIV-Nachweis bis zu Blutzucker-Bestimmung

Fachtagung mit über 140 Teilnehmern in München

Impressionen Die Einführung der Pauschalvergütung in nahezu allen Bereichen der Medizin stellt auch die Labordiagnostik vor neue Herausforderungen. Analysen sind nicht nur hochwertig und schnell sondern auch kostengünstig anzubieten. Sowohl im Krankenhaus als auch im niedergelassenen Bereich führte diese Vorgabe in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Automatisierung des Laborablaufs und einer Integration auf wenige Multifunktions-Plattformen. Bereits bei der Entwicklung neuer diagnostischer Verfahren spielt daher die mögliche Automatisierbarkeit eine wichtige Rolle. Impressionen Auf der vom Forum MedTech Pharma e.V. am 4. Juli 2007 in München veranstalteten Fachtagung „Diagnostics – Automatisierte Verfahren“ befassten sich Hersteller sowie Anwender mit aktuellen Automationslösungen und innovativen Entwicklungen auf den verschiedenen Gebieten der In-vitro-Diagnostik. Im Bereich Molekulare Diagnostik präsentierte unter anderem Dr. Christian Popp vom Institut VirionSerion, Würzburg, ein neues Nachweisverfahren für HIV-Infektionen. Eine groß angelegte Studie bestätigte die marktreife Performance des entwickelten Testsystems, welches erstmals einen quantitativen und simultanen Nachweis verschiedener HIV-Typen mit vollautomatisierter Auswertung ermöglicht. Neue Entwicklungen in der so genannten „Point-of-Care“-Diagnostik wurden von Adrian von Sigriz, Roche Diagnostics GmbH, Mannheim, vorgestellt. Hierbei findet die Analyse einer Probe mittels tragbarer Systeme unmittelbar am Ort der Versorgung, z. B. auf der Kranken- oder Intensivstation statt. Er präsentierte unter anderem ein in der Entwicklung befindliches System, das eine kontinuierliche Messung von Blutzucker während einer Operation einschließlich automatisierter Insulindosierung ermöglicht.
Ein weiterer thematischer Schwerpunkt lag auf der speziell in Deutschland vorhandenen Konkurrenzsituation zwischen den Zentrallaboren im Krankenhaus, die eine 24-stündige Dienstbereitschaft zu vergleichsweise hohen Kosten bereitstellen müssen und niedergelassenen Versorgungszentren mit häufig industrieähnlichen Strukturen.
Die 140 Teilnehmer nutzten neben den Vorträgen auch die begleitende Fachausstellung, um sich über neue Technologien zu informieren, neue Kontakte zu knüpfen und Entwicklungsprojekte mit anderen Experten zu diskutieren.

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Rückblick: Fachtagung "Innovationen in der Medizinischen Bildgebung"

Fachtagung mit 150 Teilnehmern in Erlangen

Neueste Technolgien ermöglichen virtuelle Katheteruntersuchungen

Medizinische Bildgebung als tragende Säule für die Qualitätssicherung

Impressionen Als das Nobelkomitee für Physik im Jahre 1901 Wilhelm Conrad Röntgen für seine Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen auszeichnete, wurde der erste entscheidende Meilenstein für Medizinische Bildgebung honoriert, dem viele weitere folgten. Mit einem umfassenden Überblick über mehr als 100 Jahre Bildgebung, zusammengestellt von Professor Werner Bautz, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik Erlangen, wurden 150 Experten aus Medizintechnik und Klinik auf eine Reihe spannender Präsentationen im Rahmen der Fachtagung „Innovationen in der Medizinischen Bildgebung“, die das Forum MedTech Pharma am 13. Juli in Erlangen durchführte, eingestimmt.
Innovative Ansätze sind gerade bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung klassischer Röntgensysteme, den „Arbeitspferden“ für die klinische Diagnose und Qualitätssicherung, von großer Bedeutung. Dr. Jörg Ströbel von Ziehm Imaging GmbH präsentierte die neueste Generation mobiler C-Bögen, die hochaufgelöste 3D-Darstellung, einfaches Handling und intuitive Benutzerschnittstellen mit der Flexibilität eines mobilen Gerätes verbinden und so die Basis für Qualitätssicherung bereits im OP bilden. Genau diese Anforderungen hatte zuvor Professor Dierk Vorwerk vom Klinikum Ingolstadt aus Sicht des klinischen Anwenders formuliert.
Beeindruckende Fortschritte in der Magnetresonanz-Tomographie haben dieses Verfahren, das ganz ohne ionisierende Strahlung auskommt, mittlerweile auch für eine breite Anwendung in der kardialen Diagnostik nutzbar gemacht. Okan Ekinci von Siemens AG Medical Solutions demonstrierte anhand zahlreicher klinischer Bilddaten die diagnostische Aussagkraft der MR-Bilder und diskutierte die gegenwärtigen Grenzbereiche hinsichtlich räumlicher und zeitlicher Auflösung sowie die zu erwartende Leistungsfähigkeit der nächsten Gerätegenerationen.
Auch im Bereich der Ultraschall-Bildgebung waren die Teilnehmer von den neuen Möglichkeiten der 3D- und 4D-Darstellung beeindruckt. Bernhard Mumm von TomTec Imaging GmbH zeigte, wie durch die Kombination innovativer Bilderzeugungs-Technologien mit komplexen Rekonstruktions-Algorithmen Funktionsanalysen oder sogar virtuelle Reisen durch Herzkranzgefäße ganz ohne Kathetereingriff möglich sind. Impressionen Die Fachtagung bot einen Überblick über die wichtigsten Herstellerfirmen - neben den Marktführern Siemens, GE oder Philips präsentierten auch mittelständische Unternehmen ihre Innovationen - und machte gleichzeitig die besondere Kompetenz der Metropolregion Nürnberg auf dem Gebiet der Medizinischen Bildgebung deutlich. Experten aus der klinischen Forschung und Anwendung beurteilten den Nutzen neuester Technologien und zeigten weitere Verbesserungspotenziale auf. So hatten die Teilnehmer eine ideale Möglichkeit, sich über den Stand der Technologie und laufende Entwicklungsprojekte zu informieren und wichtige Kontakte zu potenziellen Kooperationspartnern zu knüpfen.

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Rückblick: Symposium "Aus- und Weiterbildung in der Medizintechnik"

Vorstellung der Studie zum Bildungsstand in medizintechnischen Berufen

Fokussierter Bedarf an zusätzlicher Qualifizierung für die Medizintechnik

Impressionen Die Qualität der Aus- und Weiterbildung ist ein essentieller Baustein, damit die Medizintechnik in Bayern auch weiterhin ein Innovationsmotor bleibt. Deshalb zählt die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung zu den zentralen Aufgaben des Clusters Medizintechnik. In einem ersten Schritt hat der Cluster Medizintechnik den aktuellen Aus-, Fort- und Weiterbildungsstand der Mitarbeiter bio- und medizintechnischer Firmen mittels einer repräsentativen Studie eruiert. Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsfeld BayTech der Bayern Innovativ GmbH durchgeführt. Aus den Ergebnissen sollen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung abgeleitet, sowie der Bedarf nach zusätzlichen oder alternativen Bildungsangeboten erfasst werden.
Ein erster Überblick über die Studienergebnisse wurde im Rahmen des Symposiums „Aus- und Weiterbildung in der Medizintechnik“ des Forum MedTech Pharma e.V. und des Clusters Medizintechnik am 24. Juli 2007 im Marmorsaal der Nürnberger Akademie gegeben. Über einen Zeitraum von knapp drei Monaten waren ca. 1.000 Personen aufgefordert, einen detaillierten Online-Fragebogen zu bearbeiten. Die Rücklaufquote lag bei knapp über 10 %. Das zur Verfügung stehende Datenmaterial stammt zu einem Großteil von Unternehmen aus dem bayerischen Raum.
91 % der Studienteilnehmer gaben einen positiven Einfluss von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen bei Mitarbeitern auf den Unternehmenserfolg an. Es wird zudem ein fokussierter Bedarf an zusätzlicher Qualifizierung bei den Mitarbeitern u.a. im Bereich „Klinische Prüfung“ und „Medizinprodukte-Gesetz“ gesehen. Viele Studienteilnehmer äußerten vor allem im Bereich der gesetzlichen Anforderungen eine qualitative und/oder quantitative Unzufriedenheit mit dem Weiterbildungsangebot.
Impressionen Mehr als 80 Teilnehmer aus Medizin, Wirtschaft und Wissenschaft informierten sich über aktuelle und zukünftige medizintechnische Studien- und Qualifizierungsmaßnahmen. Professor Christian Uhl und Professor Jürgen Wohlrab stellten die Angebote der Fachhochschulen Ansbach und Nürnberg vor. Berufsbegleitende und betriebliche Aus- und Weiterbildungen wurden u.a. von Frau Anita Grabinger von der TÜV SÜD Akademie und von Frau Simone Steinruck von der Siemens AG Medical Solutions präsentiert. Es entwickelte sich im Anschluss der Veranstaltung eine lebhafte und konstruktive Diskussion über die Ergebnisse der Studie unter Einbeziehung von Dr. Tomas Bauer vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Gemeinsame Schlussfolgerung des Symposiums war es, die aufgedeckten Defizite zu beheben um den heimischen Firmen besser qualifiziertes Personal mit hoher fachlicher Kompetenz zur Verfügung zu stellen. Das Forum MedTech Pharma e.V. wird im Rahmen des Clusters Medizintechnik diesbezüglich seine Kompetenzen einbringen, um diesen Anforderungen nachzukommen.
Eine detaillierte Darstellung der Ergebnisse der Studie unter Einbeziehung von Nachrecherchen, wird voraussichtlich im September beim Cluster Medizintechnik erhältlich sein.

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