Infoletter
Ausgabe Nr. 4/2007 (9. August) Übersicht  Impressum
Cluster- und Forschungs-News
x

Förderung im Cluster durch Mittel des Europäischen Regionalfonds (EFRE)

Logo Cluster Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie stellt kurzfristig für die Jahre 2007/2008 Forschungsförderungsmittel zur Verfügung. Die Projektförderung im Rahmen der Allianz Bayern Innovativ aus dem EFRE-Programm „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung Bayern“ kann über die Geschäftsstelle des Cluster Medizintechnik beantragt werden. Hierfür stehen allen Clustern insgesamt 20 Mio. Euro zur Verfügung, davon bis Ende 2008 10 Mio. €.
Weitere Informationen zu den Eckpunkten und zum Ablauf der Beantragung finden Sie auf der
Info-Seite zum Thema Förderung.

Bei Fragen können Sie sich auch direkt an den Ansprechpartner, Dr. Wolfgang Sening wenden.

up
x

Forschungsnachrichten aus der Region Erlangen-Nürnberg

Erlangen

  • Universitäres Herzzentrum Erlangen
    Die umfassende Versorgung von herzkranken Patienten - vom Frühgeborenen bis zum Senior - soll durch die Gründung des Universitären Herzzentrums Erlangen für die Region Nordbayern deutlich verbessert werden. Das „Universitäre Herzzentrum Erlangen“ wurde am 25.07.07, von der Medizinischen Klinik 2 für Kardiologie und Angiologie (Direktor: Prof. Dr. Werner Daniel), der Herzchirurgischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Michael Weyand) und der neu eingerichteten Kinderkardiologischen Abteilung (Leiter: Prof. Dr. Sven Dittrich) des Universitätsklinikum Erlangen zusammen mit neun weiteren universitären Kliniken und Instituten im Beisein von zahlreichen Kardiologen aus der Metropolregion gegründet. (Quelle: http://www.uni-erlangen.de, 26.07.2007)
  • Höchste Auszeichnungen für Erlanger Chirurgen aus Plastisch- und Handchirurgischen Klinik
    Der jährliche Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen geht bereits zum 2. Mal in die Plastisch- und Handchirurgische Klinik des Universitätsklinikums Erlangen (Direktor Prof. Dr. Raymund Horch). Der Preis wurde jetzt in Berlin im Rahmen der Abschlusszeremonie des 14. Internationalen Kongresses der Internationalen Konföderation für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (IPRAS) übergeben. (Quelle: http://www.uni-erlangen.de, 12.07.2007)
  • Erlanger Wissenschaftler erhalten Zuschlag in Höhe von 1,6 Millionen Euro für DFG-Forschergruppe
    Das Ziel der Wissenschaftler des Universitätsklinikums, der Technischen und der Naturwissenschaftlichen Fakultät I sowie der TU Bergakademie Freiberg ist es, herauszufinden wie die menschlichen Stimmlippen im gesunden aber auch im kranken Zustand funktionieren und wie das akustische Signal - der Stimmschall - gebildet wird. Ihre Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen, die Ergebnisse von medizinischen Behandlungen, u. a. chirurgischen Eingriffen, an den Stimmlippen möglichst genau vorherzusagen. (Quelle: http://uni-erlangen.de, 11.07.2007)
  • Neuer Studiengang „Life Science Engineering“ startet im Wintesemester 2007/2008
    Zum Wintersemester 2007/2008 startet an der Universität Erlangen-Nürnberg ein neuer fächerübergreifender Studiengang, der die Verfahrenstechnik mit der Medizinischen und Pharmazeutischen Biotechnologie verknüpft. In dem sechssemestrigen Bachelor- und dem darauf aufbauenden viersemestrigen Masterstudiengang „Life Science Engineering“ bereiten sich die Nachwuchswissenschaftler auf die Tätigkeit in einem herausragenden Zukunftsfeld der Ingenieurwissenschaften vor. Dabei haben sie als technische Führungskräfte exzellente Berufsaussichten. (Quelle: http://www.erlangen.de, 05.07.2007)

up
x

Forschungsnachrichten aus der Region München

München

  • LMU-Projekt beim GO-Bio-Wettbewerb ausgezeichnet
    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gewährt für das beim GO-Bio-Wettbewerb des BMBF erfolgreiche Projekt „Chrombodies“ eine Anschubfinanzierung in Höhe von ca. 1,6 Millionen Euro. Das von dem Team unter der Leitung von Dr. Ulrich Rothbauer und Prof. Dr. Heinrich Leonhardt vom Biozentrum der Ludwig-Maximilans-Universität (LMU) München will eine neuartige Technologie etablieren, die auf so genannten Chromobodies basiert. Diese Nanosonden bestehen aus Kamel-Antikörper-Fragmenten, die bis zu zehnmal kleiner als herkömmliche Antikörper sind. Durch Fusion mit fluoreszierenden Eiweißen sind sie stabil genug, um als Analysewerkzeug in lebenden Zellen eingesetzt zu werden. Ziel des Projektes ist es, die Chromobodies in einem noch zu gründenden Unternehmen für den Markt zu entwickeln. (Quelle: http://www.uni-muenchen.de 27.07.2007)
  • Magnetische Nanopartikel erlauben gezielte Atemwegstherapie
    Die vom Forscherteam um Dr. Carsten Rudolph, Dr. von Haunersches Kinderspital des Klinikums der Universität München, entwickelte Aerosolapplikationsmethode erlaubt die gezielte Behandlung der erkrankten Lungenareale ohne das restliche gesunde Organ mit Medikamenten zu schädigen. Wie in der online-Ausgabe des Fachmagazins „Nature Nanotechnology“ berichtet, werden dabei Aerosoltröpfchen mit Eisenoxidnanopartikeln genutzt. In Computersimulationen und bei Tests an Mäusen konnten diese Nanomagnetosole mit Hilfe eines äußeren magnetischen Feldes zielgerichtet an den gewünschten Wirkort in der Lunge dirigiert werden. „Wir vermuten, dass diese Technik in Zukunft sehr hilfreich für Patienten sein kann“, so Rudolph. „Ein Einsatz ist unter anderem denkbar bei lokalen bakteriellen Infektionen und bei Tumoren.“ (Quelle: http://www.uni-muenchen.de 27.07.2007)
  • Neuer Prognosefaktor für Magenkrebs-Patienten
    Dr. Georgios Meimarakis von der Chirurgischen Klinik und Leiter des interdisziplinären Ultraschall-Zentrums im Klinikum Großhadern der Universität München erhielt den mit 25.000 Euro dotierten Georg Heberer Award 2007. Er wurde für eine Studie ausgezeichnet, die den Einfluss des Bakteriums Helicobacter pylori auf den Krankheitsverlauf von Magenkrebspatienten nach einer operativen Entfernung des Karzinoms untersucht. Helicobacter pylori kristallisierte sich dabei als unabhängiger, günstiger Prognosefaktor für das Überleben heraus. Der Helicobacter pylori-Status ist somit ein hilfreiches Werkzeug, um Niedrig- von Hochrisikopatienten zu unterscheiden und kann bereits präoperativ einfach ermittelt werden. Helicobacter pylori könnte somit zu einer neuen Klassifikation des Magenkarzinoms beitragen. (Quelle: http://www.uni-muenchen.de 02.07.2007)

    Würzburg
  • Mit Schnupfenviren gegen den Krebs - Projekt des Klinikums rechts der Isar mit 1,2 Millionen Euro gefördert
    Der Schlüssel zum Erfolg sind maßgeschneiderte Viren, die sich ausschließlich in Tumorzellen vermehren und sogar die Zellen vernichten können, die gegen herkömmliche Behandlungsmethoden resistent geworden sind. Um das zu erreichen, haben Wissenschaftler aus dem Institut für Experimentelle Onkologie am Klinikum r. d. I. der TU München, der Uniklinik Tübingen und der Charité Berlin) unter Leitung von PD Dr. Sonne Holmes Adenoviren, einen der vielen Verursacher eines gewöhnlichen Schnupfens, gezielt genetisch verändert. Die im Tiermodell bereits erfolgreich getestete Methode soll nun im Rahmen einer präklinischen Studie überprüft werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit 1,2 Millionen Euro. (Quelle: http://portal.mytum.de, 07.08.2007)
  • Herzklappenimplantation am schlagenden Herzen
    Weltweit erstmalig wurde in der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie am Deutschen Herzzentrum der Technischen Universität München eine CoreValve Aortenklappe erfolgreich über die Herzspitze eingesetzt. Das Team um die Herzchirurgen Prof. Dr. Rüdiger Lange und Prof. Dr. Robert Bauernschmitt operierte zwei Patientinnen mit einem revolutionären, minimal invasiven Verfahren, bei dem eine Stilllegung des Herzens und ein Anschluss an die Herz-Lungen-Maschine nicht mehr notwendig ist. Die Dauer des Eingriffes ist damit wesentlich kürzer und die Operation deutlich schonender als konventionelle Verfahren. (Quelle: http://www.dhm.mhn.de, 06.07.2007)
  • Neuer Direktor der Chirurgischen Klinik am Klinikum rechts der Isar
    Nachfolger von Prof. Dr. Dr. J. Rüdiger Siewert, der das Amt als Direktor der Chirurgischen Klinik 25 Jahre lang innehatte, ist Prof. Dr. med. Helmut Friess. Er übernimmt eine Einrichtung, die mit rund 140 Betten zu den größten und renommiertesten chirurgischen Kliniken bundesweit zählt. Prof. Friess, der zuletzt als leitender Oberarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Heidelberg tätig war, hatte zuvor unter anderem am Universitätsklinikum Ulm, an der University of California (USA) und am Inselspital Bern (Schweiz) gearbeitet. Neben seiner großen Erfahrung im Bereich der Speiseröhren-, Magen-, Darm- und Transplantationschirurgie, liegt ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit bei der Leber-, Gallen- und Pankreaschirurgie. Er ist gegenwärtig zum Sekretär der wichtigsten europäischen Pankreasorganisation (European Pancreas Club) und einer Europäischen Vereinigung von Viszeralchirurgen (European Digestive Surgery) gewählt worden. Weiterhin ist er als einziger deutscher Chirurg Mitglied im Council der European Hepato-Pancreatico-Biliary Association. (Quelle: http://www.med.tum.de/de/news/, 25.07.2007)

up
x

Forschungsnachrichten aus den Regionen Regensburg und Würzburg

Regensburg

  • Erbliche Grundlagen für die koronare Herzerkrankung und den Herzinfarkt entscheidend aufgeklärt - Identifizierung von Hochrisiko-Personen möglich
    Das europäische Konsortium "Cardiogenics" unter deutscher Führung hat die bislang umfassendste Analyse zur Vererbung des Herzinfarktes veröffentlicht. Dabei wurden völlig neue und besonders risikobehaftete Erbfaktoren identifiziert. Die Analyse wird in dem renommierten "New England Journal of Medicine" (vorab online, Printausgabe 02.08.07) vorgestellt. Prof. Christian Hengstenberg, Kardiologe aus Regensburg und Mitautor der Arbeit, zur Bedeutung der Befunde: "Das häufige Vorkommen des risikobehafteten Gens und der starke Effekt in unserer Bevölkerung erklären jeden 5. Herzinfarkt. In Zukunft wird es somit wesentlich genauer möglich sein, das Risiko für einen Herzinfarkt abzuschätzen." (Quelle: http://uni-regensburg.de, 19.07.2007)

    Würzburg
  • Fortschritte im Kampf gegen Muskelkrebs
    Professor Stefan Gattenlöhner vom Pathologischen Institut der Universität Würzburg arbeitet an neuen Therapien gegen den Muskelkrebs (Rhabdomyosarkomen) bei Kindern. Mit seinem Kollegen Alexander Marx hat der Wissenschaftler herausgefunden, was das Besondere an den seltenen Tumoren ist: Die bösartigen Muskelzellen bilden massenhaft ein Protein (Fetalen Acetylcholin-Rezeptor), das eigentlich nicht da sein dürfte. Genau hier sahen die Würzburger Forscher eine Chance: Da der Rezeptor nur auf der Oberfläche der Tumorzellen vorkommt und sonst nirgends im Körper der Kranken, ist er ein ideales Angriffsziel für Medikamente. In Zellkulturen und im Tierexperiment mit Mäusen konnten die Tumorzellen zielgerichtet getötet werden. (Quelle: http://www.uni-wuerzburg.de, 30.07.2007)
  • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat der Einrichtung einer neuen überregionalen Forschergruppe zugestimmt, die sich mit der Regulation der Genaktivität befasst
    Die DFG hat für die Förderung des Forschungsbundes zu dem Thema „Cytoplasmic regulation of gene expression“ mit 3,5 Millionen Euro für drei Jahre bewilligt. Die Sprecher der Gruppe sind Professor Utz Fischer vom Biozentrum der Universität Würzburg und Elmar Wahle von der Universität Halle. Die Forschungsmitglieder wollen Mechanismen der Genregulation erforschen, da nicht nur die Herstellung, sondern auch die Nutzung der Boten-RNA einer biologischen Kontrolle unterliegt. Diese Vorgänge, die für das Funktionieren von Zellen und Organismen von grundlegender Bedeutung sind, sollen im Detail untersucht werden. (Quelle: , 17.07.2007)

up