Ausgabe Nr. 7/2013 (13. November)

Termine & Themen



  Gemeinschaftsstand des Forum MedTech Pharma auf der MEDICA 2013

MEDICAAuch in diesem Jahr ist das Forum MedTech Pharma auf der MEDICA in Düsseldorf vertreten. Besuchen Sie uns in Halle 3, Stand E 92. Am Donnerstag, den 21. November zwischen 11:00 und 13:00 Uhr laden wir wieder zum traditionellen Weißwurstfrühstück ein. Bei Weißwürsten und Brezen können Sie Ihre Netzwerk-Kontakte pflegen und sich über innovative Produkte und Dienstleistungen unserer Aussteller informieren.

Aussteller am Gemeinschaftsstand:



  Kongress "Medizin Innovativ - MedTech Pharma 2014" - werden Sie Aussteller!

Auf dem Kongress werden 1.000 Experten der Medizin- und Gesundheitsbranche zu Vorträgen, Gesprächen und einer Fachausstellung in Nürnberg erwartet. Folgende Themenreihen sind geplant: Medical Technologies, Pharma & Diagnostics und Product & Market Strategies.

Präsentieren Sie Ihr Unternehmen auf der Fachausstellung mitten im Kongressgeschehen, um direkten Kontakt mit führenden Entscheidern aus der Branche zu knüpfen. Bei Anmeldung bis zum 15. Januar 2014 erhalten Sie einen Frühbucherrabatt von 10%!   Weitere Informationen



 Neuro-Rescue International Conference on Neurosciences

Am 5. November fand in der Nähe von Barcelona die Abschlusskonferenz des EU-Projektes NeuroRescue, die International Conference on Neurosciences, statt. Im Vordergrund der Konferenz stand die internationale Vernetzung von Experten im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen.

Das Forum MedTech Pharma und die Bayern Innovativ GmbH unterstützen als Partner im EU-Projekt NeuroRescue die Konferenz und konnten als Referenten Herrn Dr. Werner Spiegl von der Astrum IT und Herrn Simon Herrlich vom HSG-IMIT gewinnen.

Die Förderung für das EU Projekt NeuroRescue läuft nun nach drei Jahren Ende November aus, die Thematik einer alternden Gesellschaft und einer wachsenden Anzahl an Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen wird durch das Forum MedTech Pharma weiter aufgegriffen.



 Biomaterialien - Gespräche in der Ausstellung Rückblick Fachtagung Biomaterialien - Vom Material zum Gewebe
  • Fachtagung mit 120 Teilnehmern und 7 Ausstellern
  • Polymere als vielseitige Werkstoffe in der Regenerativen Medizin
  • Zukünftige Trends liegen in textiler Verarbeitung und Biofabrikation

Das Ziel der Regenerativen Medizin ist es, geschädigte Zellen, Gewebe oder Organe durch geeignete Biomaterialien oder zellbasierte Therapien wiederherzustellen. Neben Metallen und Keramiken wird in der Regenerativen Medizin zunehmend auf Implantate auf Polymer-Basis gesetzt, welche sich vor allem durch ihre Flexibilität und Vielseitigkeit auszeichnen.

Diesem Thema widmete sich die Fachtagung „Polymere Biomaterialien“ am 10. Oktober 2013 in Würzburg. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Forum MedTech Pharma in Kooperation mit dem Netzwerk Textile Innovation und mit Unterstützung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

Die Biofabrikation gilt als eines der Zukunftsfelder der Regenerativen Medizin und ist das gemeinsame Forschungsgebiet der Nordbayerischen Biomaterialallianz, einer Kooperation der Biomaterial-Forschungsinstitute der Universitäten Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Bayreuth. Im Unterschied zu klassischem Tissue Engineering, welches Implantate in einer Zellkultur aus körpereigenen Zellen und Trägermaterial herstellt, werden in der Biofabrikation mit dem 3D-Druck vergleichbare Verfahren eingesetzt. Prof. Dr. Jürgen Groll vom FMZ Würzburg präsentierte eine alternative Strategie zur Regeneration von Gelenkknorpeldefekten. Ziel seines EU-Projekts ist es, in einem Polymergerüst verschiedene funktionelle Schichten durch in Hydrogel eingebettete bioaktive Moleküle oder Zellen zu erzeugen. Nach der Implantation wird so die körpereigene Regeneration des Knorpelgewebes unterstützt.

Bereits auf klinische Langzeitdaten konnte Dr. Boris Behnisch, Translumina GmbH, verweisen. Durch den Einsatz eines bioresorbierbaren Polymers auf einem Koronarstent konnte zum einen das Einwachsverhalten der Gefäßprothese verbessert, aber auch spät auftretende Thrombosen deutlich reduziert werden.

Rund 120 Teilnehmer folgten der Einladung in die Würzburger Residenz, informierten sich über aktuelle Projekte und nutzen unter anderem die begleitende Fachausstellung, um sich mit Entwicklern, Herstellern sowie klinischen Anwendern auszutauschen. 
Download der Vorträge für Teilnehmer und Mitglieder des Forum MedTech Pharma



  Rückblick Einführung von Innovationen in den Gesundheitsmarkt
  • Fachtagung in Kooperation mit der Wilhelm-Löhe-Hochschule Fürth
  • Organisationsinnovationen als Schlüssel zur Effizienzsteigerung
  • Unternehmen brauchen Strategien zur Generierung von Evidenz-Daten

Für eine Gesundheitsversorgung auf höchstem Niveau ist die kontinuierliche Einführung von Innovationen essentiell. Der hohen Innovationsdichte im Sinne neuer Technologien und Lösungen stehen jedoch ein hochkomplexer Marktzugangs-Prozess und eine zunehmende Fixierung auf Kosteneffizienz gegenüber.

Innerhalb dieses Spannungsfeldes diskutierten Vertreter aus Industrie, Wissenschaft und Gesundheitsökonomie im Rahmen einer Fachtagung in Fürth, in welchen Bereichen die Strukturen und Rahmenbedingungen verbesserungswürdig sind, aber auch, welche Handlungsoptionen sich innerhalb der aktuellen Strukturen ergeben. Professor Peter Oberender formulierte in seiner Funktion als Beauftragter der Gesundheitswirtschaft in Bayern zahlreiche Anforderungen an zukünftige Erstattungssysteme, die beispielsweise durch einen von allen Akteuren gemeinsam organisierten Innovationskatalog erfüllt werden könnten. Große Bedeutung haben laut Professor Jürgen Zerth von der Wilhelm-Löhe-Hochschule Fürth neben reinen Produktinnovationen vor allem Organisationsinnovationen, da sie ein besonders hohes Potenzial zur Verbesserung der Versorgungsqualität bieten. Die Industrie ist in diesem Kontext gefordert, ihre Angebote vom reinen Produktverkauf zur Erbringung einer Systemlösung zu erweitern. Praktische Tipps für die Innovationseinführung konnte Dr. Gabriela Soskuty von B.Braun Melsungen den Industrievertretern weitergeben. Sie empfahl die schnellstmögliche Gründung einer firmeninternen Taskforce, die zentral die neu hinzugekommenen Prozessschritte für den Markteinstieg, insbesondere die Generierung der geforderten Daten im Rahmen der evidenzbasierten Medizin, koordiniert. Interessante Einblicke in die Entscheidungsprozesse einer Klinik bei der Auswahl innovativer Produkte oder Verfahren gewährte Martin Vitzithum vom Klinikum Fürth. Größere Investitionsentscheidungen werden stets der langfristigen Vision des Klinikums untergeordnet, die im Sinne einer betriebswirtschaftlich soliden Entwicklung Kriterien und Schwerpunktthemen definiert hat. Für Anbieter innovativer Lösungen empfiehlt sich dringend, sich mit derartigen Entwicklungsstrategien der medizinischen Leistungserbringer vertraut zu machen.

Die große thematische Breite der Fachtagung machte deutlich, dass erst die Berücksichtigung der mannigfaltigen Aspekte auf dem Weg von der Idee bis zur erfolgreichen Markteinführung eine Invention zur Innovation werden lässt.

Präsentationen zum Download für Teilnehmer und Mitglieder des Forum MedTech Pharma