Ausgabe Nr. 4/2011 (14. Juli)

Veranstaltungen



 Rückblick: One-on-One "MedTech & Pharma Partnering"

One-on-One MedTech Pharma
  • Über 150 hochkarätige Teilnehmer
  • Delegationen aus Japan, Dänemark und den Niederlanden
  • Workshop zum Markteinstieg in Deutschland am Folgetag

Über 150 Vertreter von Unternehmen und Instituten aus der Gesundheitsbranche nutzten am 8. Juni die Gelegenheit, in Garching vorab ausgewählte Gesprächspartner zu treffen, um Möglichkeiten für künftige Zusammenarbeit bei der Entwicklung, Produktion, Vermarktung oder Anwendung innovativer Produkte und Lösungen zu identifizieren. Alexander Steffen von der User Interface Design GmbH brachte den entscheidenden Nutzen des MedTech und Pharma One-on-One Partnering auf den Punkt: „Ich habe jede Menge CO2 gespart, weil ich hier gezielt viele Gespräche mit unterschiedlichen Firmen an einem Tag führen konnte.“ Bis zu 14 zielgerichtete Gespräche mit hochkarätigen Kontaktpersonen garantierten höchste Effizienz für die Teilnehmer. Zusätzlich zu den etwa 500 vorab vereinbarten Einzelgesprächen konnten durch den Vor-Ort-Matchmaking-Service zahlreiche weitere Gesprächswünsche kurzfristig realisiert werden.

Die Herkunft der Teilnehmer aus insgesamt 11 Ländern spiegelt die internationale Ausstrahlung der Veranstaltung wider. Insbesondere eine Delegation aus der Japanischen Präfektur Saitama, die gemeinsam mit dem Forum MedTech Pharma den Zuschlag für ein internationales Kooperationsprogramm erhalten hat, sowie große Unternehmergruppen aus Dänemark und den Niederlanden bereicherten das Portfolio des Partnering Events. Der Teilnehmerkreis reichte von namhaften Medizintechnik- und Pharma-Herstellern wie Siemens Healthcare, Sanofi Aventis, Linde Healthcare oder Biotronik, über Technologie-Anbieter wie Bytec Med, Huber+Suhner, Süddeutsche Feinmechanik bis zu Forschungsinstituten, wie das NMI der Uni Tübingen, das Institut für Mikrotechnik Mainz oder verschiedene Fraunhofer-Institute.



 Rückblick: Workshop "Market Access Germany"

Market Access GermanyDie Medizintechnik zählt zu den Spitzentechnologiebranchen in Deutschland. Hohe Innovationskraft und Forschungsorientierung sorgen, verbunden mit einer weltweit steigenden Nachfrage, seit Jahren für ein überdurchschnittliches Wachstum der Branche. In Europa ist Deutschland aber nicht nur der bedeutendste Hersteller und Anbieter medizintechnischer Produkte, sondern auch der größte Absatzmarkt und dementsprechend attraktiv für Unternehmen aus dem Ausland.

Auf dem Workshop "Market Access Germany" der am Folgetag des MedTech & Pharma Partnerings ebenfalls in Garching stattfand, informierten sich 45 Teilnehmer aus In- und Ausland über die Struktur des deutschen Gesundheitsmarkts, vorhandene Marktpotenziale und jüngste Veränderungen im Bereich der Kostenerstattung.

Download der Vorträge für Teilnehmer und Mitglieder des Forum MedTech Pharma



 Rückblick: Fachtagung "Trends in der Magnetresonanztomographie"

  • Fachtagung Trends in der Magnetresonanztomographie Fachtagung mit 85 Teilnehmern in Erlangen
  • Schnellere Erfolgskontrolle bei der Krebstherapie
  • Innovative Lösungen für extreme technische Herausforderungen

Etwa 6 Millionen Patienten erhalten in Deutschland pro Jahr eine Magnetresonanztomographie (MRT). Damit ist diese Diagnostik-Methode sehr gut etabliert. Gleichzeitig ist die MRT-Technolgie von außerordentlicher Innovationsdynamik geprägt. Drei aktuelle Trends in der Forschung und Entwicklung der MRT wurden im Rahmen einer Fachtagung des Forum MedTech Pharma am 7. Juli in Erlangen aufgegriffen.

Der technisch aufwändige Einsatz extrem hoher Magnetfelder mit einer Feldstärke von 7 Tesla, bewirkt unter anderem eine deutlich höhere räumliche und zeitliche Bildauflösung. Dr. Michael Bock vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg berichtete, dass dadurch beispielsweise eine erheblich frühzeitigere Beurteilung, ob eine Tumorentfernung erfolgreich war oder ob sich ein Rezidiv bildet, möglich wird.

Seit wenigen Monaten ist es technisch möglich, eine Positronen-Emissions-Tomographie und eine MRT während einer einzigen Untersuchung in einem kombinierten Gerät durchzuführen und so die gute Ortsauflösung der MRT mit der Aussagekraft über Zelleigenschaften zu verbinden. Dr. Jens-Christoph Georgi von Siemens Healthcare und Prof. Dr. Harald Quick vom Institut für Medizinische Physik der Uni Erlangen zeigten aus technischer bzw. wissenschaftlicher Sicht, wie die physikalisch-technischen Hürden beispielsweise durch die Neuentwicklung Magnetfeld-unempfindlicher Halbleiter-Photodioden überwunden wurden und wie mit dieser Methode gerade in den Bereichen Onkologie, Neurologie oder Kardiologie völlig neue Diagnosemethoden offenstehen. Als dritter Trend wurde die interventionelle MRT aufgegriffen – die Möglichkeit, medizinische Eingriffe wie Herzkatheter-Untersuchungen während der MR-Bildgebung durchzuführen. Prof. Dr. Wolfgang Bauer vom Uniklinikum Würzburg erklärte die technischen Herausforderungen – von der Vermeidung metallischer Instrumente über die Minimierung von Bildartefakten bis zur Optimierung der MR-Sichtbarkeit von Kathetern – und berichtete von ersten klinischen Erfahrungen unter anderem bei der Gewebeverödung zur Therapie von Vorhofflattern.

85 Experten von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kliniken nutzten die Gelegenheit, neueste Ergebnisse von den auf diesem Gebiet führenden Forschern und Entwicklern zu erfahren und sich intensiv über zukünftige Entwicklungsschritte auszutauschen.

Download der Vorträge für Teilnehmer und Mitglieder des Forum MedTech Pharma