Pflegepraxiszentrum (PPZ)

Praxiszentrum zur Integration von Zukunftstechnologien in die Pflege

Hintergrund für die Einrichtung eines Pflegepraxiszentrums

Obwohl bereits umfangreiche Förder- und Projektmittel für technische Innovationen in der Kranken- und Altenpflege bereitgestellt wurden, ist die Anzahl an Produkten, die den Sprung vom Förderprojekt in den Markt geschafft haben, vergleichsweise gering. Gründe hierfür sind u. A. ethische Fragestellungen, zu kompliziertes Handling, mangelnde Aussicht auf Finanzierung oder ungeklärte Schnittstellen zur IT. Hinzu kommen Fragen nach dem Datenschutz, des Zusammenwirkens mehrerer Technologien, deren Auswirkungen auf Arbeitsprozesse oder Veränderungen der beruflichen Identität.

Ziel des Wettbewerbs „Zukunft der Pflege“ ist es, den Einsatz neuartiger Pflegetechnologien an mehreren Orten in Deutschland erlebbar zu machen und dazu beizutragen, Innovationen in die praktische Anwendung zu bringen. Dazu werden ein Pflegeinnovationszentrum (PIZ) und vier Pflegepraxiszentren (PPZ) in einem Cluster „Zukunft der Pflege“ zusammengeführt.


Akteure im Projekt

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat 2017 den Cluster "Zukunft der Pflege" gestartet, in dem vier Pflegepraxiszentren (PPZ) mit einem Pflegeinnovationszentrum (PIZ) zusammenwirken. Für das Pflegepraxiszentrum Nürnberg hat sich ein Konsortium aus sechs Einrichtungen der Metropolregion Nürnberg gebildet:

  • Stadt Nürnberg – NürnbergStift (Verbundkoordinator)
  • Evangelisch-Lutherisches Diakoniewerk Neuendettelsau
  • Forum MedTech Pharma e.V., Nürnberg
  • IDC - Forschungsinstitut der Wilhelm Löhe Hochschule (WLH) für angewandte Wissenschaften Fürth
  • IREM - Institut Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
  • Klinikum Nürnberg

Die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) unterstützte das Konsortium des Projektes PPZ-Nürnberg bei der erfolgreichen Antragstellung. Die Finanzierung des Projekts erfolgt im Rahmen einer BMBF-Fördermaßnahme. Die Projektlaufzeit ist 1.03.2018 bis 28.02.2022. Die Kosten von rund vier Millionen Euro werden zu 100 Prozent durch das BMBF getragen.

Projektvorhaben

Im Rahmen des Projekts werden neue Pflegetechnologien in unterschiedlichen Bereichen der beteiligten Einrichtungen erprobt und ausgewertet. Bei der Entscheidungsfindung zum Einsatz von Technologien liegt ein Raster zugrunde, bei dem ethische, rechtliche, soziale, ökonomische, pflegepraktische und technische Aspekte einer Technologie analysiert, systematisch gegeneinander abgewogen und bewertet werden.


Die Aufgabe vom Forum MedTech Pharma im Pflegepraxiszentrum

Bereits im Oktober 2015 wurde der Expertenkreis „Pflegeinnovationen“ durch das Forum MedTechPharma e.V. ins Leben gerufen. Bei den regelmäßig stattfindenden Treffen wurden Themen wie Technik und Digitalisierung in der Pflege und die Betrachtung von Versorgungsketten- und Schnittstellenmanagement, eine patientenorientierte Versorgung sowie das Thema Fachkräfte & Aus- und Weiterbildung diskutiert. So konnten die Partner aus dem Expertenkreis bereits Erfahrungen aus unterschiedlichen Projektkontexten austauschen, einige gemeinsame Projekte realisieren, weitere initiieren und ein interdisziplinärer und intensiver Austausch unter den Partnern gefördert werden. Die BMBF-Ausschreibung „Zukunft der Pflege: Mensch-Technik-Interaktion für die Praxis“ bot daher einen idealen Rahmen, um die gemeinsamen Ziele der Zusammenarbeit weiter fortzuführen und zu konsolidieren.   

Welche Chancen bietet Ihnen das PPZ?

Als Unternehmen haben Sie die Möglichkeit, Ihre bereits zugelassenen Produkte in drei verschiedenen Pflegesettings zu erproben. Diese beinhalten die ambulante Pflege sowie die stationäre Pflege im Altenheim und im Krankenhaus.

Gerne stehen wir Ihnen bei Interesse als Ansprechpartner zur Verfügung: med(a)medtech-pharma.de


Das Konsortium