Minimalinvasive Technologien

Fachtagungen und Symposien

Minimal invasive Medizin

In zahlreichen Veranstaltungen wurde und wird dieser Bereich aufgefriffen und vor verschiedensten Hintergründen beleuchtet und diskutiert.  Neben der Minimierung des Zugangstraumas stehen dabei sowohl ökonomische Belange zur Diskussion wie Kosten-Nutzen Betrachtungen und Finanzierbarkeit unter den DRGs als auch technologische Aspekte wie Navigation & Robotik, Simulation und Bildgebung. Aber auch die Protonen- bzw. Teilchentherapie wurden bereits thematisiert.

(Siehe: Veranstaltungen  Recherche  Bereich "Minimalinvasiv").

Zahlreiche klinisch-technologische Entwicklungsprojekte wurden im Laufe der Jahre angestoßen und umgesetzt. Bei einem dieser Projekte hatte das Forum MedTech Pharma e.V. die Koordinierungsfunktion, dieses ist im folgenden näher beschrieben:


Projekt "Trauma-Minimierung durch minimalinvasive Technologien"

wurde als Leitprojekt Medizintechnik im Rahmen der High-Tech-Offensive Bayern unter der Leitung des Forum MedTech Pharma durchgeführt. Die Laufzeit des Projektes war vom Februar 2001 bis zum Juni 2004. Hauptaufgabe war das Zusammenführen und die Betreuung eines Konsortiums aus industriellen Entwicklungsfirmen und klinisch kompetenten Anwendern zur Etablierung neuer Verfahren in der Medizin und die Einbindung in den klinischen Workflow.


Ausgangslage

Zur Behandlung lokaler, chirurgisch nicht resezierbarer Tumormanifestationen stehen heute zahlreiche ablative Behandlungsverfahren zur Verfügung, die häufig noch experimentellen Charakter haben. Für alle Verfahren fehlen jedoch noch grundlegende Kenntnisse über die tumorbiologische Wirksamkeit in vivo, die optimale Applikationsform sowie geeignete Indikationsbereiche.

Ziele

  • Systematische Evaluation eines direkt ablativen Verfahrens zur Tumortherapie durch kontrollierte Hitzeapplikation.
  • Erweiterung des Indikationsspektrums für die transkutane sowie endoskopische und laparoskopische Applikation.
  • Verbesserung der intraoperativen Bildgebung bei der Sondennavigation und zur genauen Erfassung von Lage und Geometrie der Läsionen.
  • Integration der Therapieverfahren in den diagnostisch-therapeutischen Prozess im Sinne einer Systemlösung.

Arbeitsschwerpunkte

  • Optimierung der interstitiellen Hochfrequenz-Thermotherapie (HFTT) zur Behandlung von primären und sekundären Lebertumoren.
  • Evaluierung des Einsatzes multipler HFTT-Nadeln zur Vergrößerung des Koagulationsvolumens.
  • Erweiterung des Indikationsspektrums der HFTT um Erkrankungen des HNO-Bereichs.
  • Entwicklung von Verfahren für die laparoskopisch geführte Sondenplatzierung bei der endoluminalen Behandlung.
  • Entwicklung von Verfahren für die endoskopische Platzierung der Ablationssonden mit Zugang über den Gastrointestinaltrakt.
  • Entwicklung eines C-Bogen-Bildgebungssystems für die intra-interventionelle 3D-Darstellung von Weichteilen.
  • Untersuchung eines Thermomapping-Verfahrens in der Ultraschallbildgebung zur intraoperativen Darstellung des Koagulationsvolumens.

Ergebnisse

Die Ziele des Projekts wurden erreicht und teilweise übertroffen. Die Ergebnisse des inzwischen abgeschlossenen Projekts wurden veröffentlicht und zu zahlrechen Gelegenheiten präsentiert.

Hintergrund: Die Hochfrequenz-Thermotherapie (HFTT)

Hochfrequente Ströme mit einer Frequenz von etwa 400 kHz mit Leistungen von bis zu 100 Watt werden im Zielgewebe (Tumor) des elektrolytisch leitfähigen parenchymatösen Gewebes, z. B. der Leber, über einen oder mehrere spezielle Nadelapplikatoren in Wärmeenergie umgesetzt. Um den Applikator entwickelt sich eine Zone mit Temperaturen bis zu 100° C, so dass im Tumorvolumen eine Koagulationsnekrose entsteht.


Ansprechpartner

  • Dr. Thomas Feigl und Dr. Matthias Schier

    Forum MedTech Pharma e.V.

    Telefon: 0911-206 71-330, Fax: 0911-206 71-788

    schier(a)medtech-pharma.de