Medizintechnik-Studie

Studie zur Medizintechnik in Bayern, deren wirtschaftsrelevantem F&E-Potential sowie abschätzbarer Entwicklungen

im Auftrag des

Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie

erstellt von

Dr. Wieselhuber & Partner GmbH - Roland Berger & Partner GmbH - Fraunhofer Management GmbH


Adressatenkreis der Studie sind (Bezug der Studie sehr empfehlenswert):

  • Unternehmen der Medizintechnik mit einem Produktschwerpunkt in einem der folgenden Bereiche:
    • Dental
    • Labordiagnostik
    • minimal-invasive Therapie/chirurgische Instrumente
    • Elektromedizin
    • orthopädische Produkte und Implantate/Prothesen
  • Forschungsinstitute mit technischer und klinischer Ausrichtung
  • Anwender (Krankenhäuser, Kliniken und Ärzte)
  • Krankenhausträger
  • Krankenkassen
  • alle sonstigen Interessenten in der Medizintechnik- und Pharmabranche

Nachdem die Gründung des Forum MedTech Pharma u. a. auf die Ergebnisse der Studie zur Medizintechnik in Bayern zurückgeht, kann diese Studie in der ca. 100-seitigen Fassung der Endpräsentation vom November 1997 bei der Geschäftsstelle des Forum MedTech Pharma e.V. angefordert werden.

Kostenbeitrag für Druck und Porto: EUR 25,- (zzgl. MwSt).
Rechnungsstellung bei Lieferung.


Kurzbeschreibung der Studie

Die Studie beschreibt die Bedeutung der Medizintechnik für Bayern, deren erwartete Entwicklung in der Zukunft, den Status Bayerns bezüglich der medizintechnischen Forschung und Entwicklung sowie die derzeitigen Probleme medizintechnischer Unternehmen, insbesondere der kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Mit mehr als 20.000 Arbeitsplätzen und mehr als 200 Unternehmen spielt die medizintechnische Industrie eine bedeutende Rolle am Wirtschaftsstandort Bayern. Aber auch Bayern spielt eine entscheidende Rolle am Weltmarkt für Medizintechnik. Bayerische Unternehmen produzieren ca. 3,4 % des Weltmarktvolumens in Höhe von 200 Mrd. DM oder tragen zu 26 % zur deutschen Produktion an Medizintechnik bei.

Trotz der Einbrüche des deutschen Medizintechnikmarktes in den vergangenen Jahren, insbesondere bei den elektromedizinischen Großgeräten, und trotz des stetig zunehmenden Preisdrucks, wird der Markt, wie schon in den vergangenen Jahren, stärker wachsen als die Gesamtwirtschaftsleistung. Bis zum Jahr 2003 sind Wachstumsraten von 6 bis 7 % per annum prognostiziert.

Da die Faktoren, die für das Wachstum in der Vergangenheit ausschlaggebend waren, auch in Zukunft bestehen bleiben, wird das Gesamtwachstum ungebrochen sein. Die Medizintechnik ist also eine Industrie der Zukunft. Allerdings muss es eine Umorientierung geben. Medizintechnik muss künftig einen Rationalisierungsbeitrag leisten und dazu beitragen, dass die Kosten, die die Gesundheitssysteme erzeugen, nicht weiter explodieren. Innovative Produkte müssen sowohl gesundheitliche als auch ökonomische Kosten-/Nutzenrelationen erfüllen. Die Wertschöpfung eines Medizintechnikunternehmens wird künftig deutlich von Produktion und Verkauf eines Produktes auf den Servicebereich verlagert werden. Der zunehmenden Nachfragemacht der Kunden müssen die Unternehmen mit innovativen Vertriebs- und Servicekooperationen begegenen.

Aufgrund ihres Querschnittscharakters ist die Medizintechnik ein Indikator für die Entwicklung und Anwendung verschiedenster Basistechnologien. Die Förderung der medizintechnischen Forschung und Entwicklung durch die Staatsregierung hat bewirkt, dass die bayerischen Kompetenzzentren in vielen dieser Technologiefelder wettbewerbsfähig sind. Darüber hinaus setzt die Staatsregierung weitere Förderinstrumente ein, die an verschiedenen Stellen der Innovationskette der Medizintechnik greifen.

Im Mittelpunkt der vorliegenden Studie stehen branchenspezifische Innovationshemmnisse und mittelstandsspezifische Probleme. Die Innovations- und Vermarktungskette für medizintechnische Produkte ist sehr viel komplexer als die von anderen industriellen Produkten. Sie weist eine starke Reglementierung durch nationale und internationale Gesetze bzw. Vorschriften für die Zulassung und Überwachung der Produkte auf. Der komplexe und mehrstufige Innovationsprozess in der medizintechnischen Branche, der von einer Vielzahl von Beteiligten geprägt ist, birgt darüber hinaus eine Menge von Innovationshemmnissen, die insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen häufig für Misserfolge der Entwicklung ausschlaggebend sind. Als Beispiel sei hier der Zugang zur klinischen Erprobung genannt.

Die in der Studie vorgeschlagenen Maßnahmen orientieren sich an den für die bayerische Medizintechnikbranche identifizierten Schwachstellen.

Im Mittelpunkt der Empfehlungen steht die Gründung eines Vereins "Forum MedTech Pharma e.V.", dem Unternehmen, Forscher, Anwender in Klinik und Praxis sowie Kostenträger, Krankenhausträger und Verbände angehören sollen. Dieser Verein soll eine Kommunikations- und Kooperationsplattform darstellen, auf der durch das Zusammenwirken aller im Innovationsprozess der Medizintechnik Beteiligten die Wettbewerbsposition bayerischer Unternehmen gesichert und der Erhalt von Arbeitsplätzen am Standort Bayern garantiert werden soll. In einer public-private partnership sollen die Aktivitäten des Vereins von der Staatsregierung und den Mitgliedern gemeinsam finanziert werden; in der Wahl und Durchführung seiner Maßnahmen sollte der Verein jedoch selbständig und eigenverantwortlich handeln. Die Aktivitäten des Vereins sollen den Erfahrungsaustausch und die Kontaktvermittlung innerhalb der Branche, zwischen kleinen und größeren Unternehmen und mit der Forschung und Anwendung in Klinik und Praxis forcieren.