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Ausgabe Nr. 3/2007 (26. Juni) Übersicht  Impressum
Forschungs-News
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Forschungsnachrichten aus der Region Erlangen-Nürnberg

Erlangen

  • Forscher finden mögliche Ursache für Autoimmunkrankheiten
    Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg haben eine mögliche Ursache für sogenannte systemische Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder autoimmunhämolytische Anämie entdeckt. In Zusammenarbeit mit einer Forschergruppe von der University of Dundee fanden die Wissenschaftler um den Erlanger Prof. Dr. Lars Nitschke ein Protein, das die Produktion von Antikörpern hemmt, die sich auch gegen den eigenen Organismus wenden können. Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Online-Ausgabe von Nature Immunology vom 17. Juni 2007. (Quelle: www.uni-erlangen.de; 20.06.2007)
  • Hilfe für leukämiekranke Kinder - Sander-Stiftung fördert das Forschungsprojekt mit 240.000 Euro
    An dem Universitätsklinikum Erlangen (Direktor: Prof. Dr. h. c. Wolfgang Rascher) existiert seit mehr als sieben Jahren eine erfolgreiche Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Hochrisikoleukämien im Säuglingsalter. Mit der weiteren finanziellen Unterstützung (240.000 Euro) des Projekts durch die Wilhelm-Sander-Stiftung sollen die modernen Analysetechniken erweitert und zwei Forschungsstellen finanziert werden. Ziel des Projekts ist es, die Mechanismen hinter der Leukämieentstehung besser zu verstehen, um neue Therapieansätze ableiten zu können. (Quelle: www.uni-erlangen.de; 25.05.2007)
  • Neues Schlaganfallnetzwerk zur Unterstützung von insgesamt elf Regionalkliniken
    Mit über 30.000 Todesfällen pro Jahr rangiert Schlaganfall auf Platz fünf der Todesursachenstatistik. Das Ziel des gegründeten Behandlungsnetzwerks STENO ist die Versorgung von jährlich rund 4.500 Schlaganfallpatienten im Raum Mittel-/ Oberfranken zu verbessern. Der Arzt Dr. René Handschu aus der Neurologischen Klinik Erlangen koordiniert das Netzwerk, in dem Fachärzte aus drei Schlaganfallzentren insgesamt elf Regionalkliniken bei der Diagnose und Therapie von Schlaganfallpatienten unterstützen wollen. Das Projekt startet am 1. Juli 2007 mit der Vernetzung; Ende 2007 sollen alle elf Kliniken integriert sein. (Quelle: www.uni-erlangen.de; 24.05.2007)
  • Neue fakultätenübergreifende DFG-Forschergruppe mit dem Themenschwerpunkt „Regulatoren der humoralen Immunantwort“
    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung einer neuen Forschergruppe an der Universität Erlangen-Nürnberg bewilligt, an der sich Wissenschaftler aus dem Institut für Biologie der Naturwissenschaftlichen Fakultät II und dem Universitätsklinikum beteiligen. Die Forschergruppe konzentriert ihre Arbeiten auf die komplexen Regulationen während der Reifung und Aktivierung von antikörperproduzierenden B-Zellen. Ein weiterer Fokus liegt in der Aufklärung von Fehlentwicklungen bei der Antikörperproduktion, die zu einer Immunschwäche oder zu fehlgeleiteten Immunantworten (Allergien) führen kann. Die DFG hat eine Förderung für sechs Jahre zugesagt; für die ersten drei Jahre der Förderperiode wurden insgesamt ca. zwei Millionen Euro bewilligt. (Quelle: www.uni-erlangen.de; 02.05.2007)

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Forschungsnachrichten aus der Region München

München

  • Neue Humboldt-Stipendiaten an der LMU
    Die hoch qualifizierten, ausländischen Wissenschaftler Prof. Diana Stanciu, Prof. Jens Holger Schjørring, Prof. Dhiray M. Banerjee, Prof. Bob Buchanan, Dr. Elena Filippi und Dr. Nathan MacDonald werden für jeweils rund ein Jahr an der LMU forschen, finanziert von der Alexander von Humboldt-Stiftung. Die Stipendiaten wählen ihre Forschungsvorhaben und den jeweiligen deutschen Gastgeber selbst aus. Daher ist die Anzahl der Humboldt-Stipendiaten ein wichtiger Indikator für internationale Kontakte und Reputation. (Quelle: www.uni-muenchen.de, 09.05.2007)
  • Neue Erkenntnisse zur Helikasen-Struktur und Erbgut-Verdoppelung
    Ein Team um den Biochemiker Prof. Karl-Peter Hopfner (Fakultät für Chemie und Pharmazie & Genzentrum der LMU) hat erstmals den strukturellen Aufbau der Helikase „Hel308“ aus dem Archaebakterium Archaeoglobus fulgidus im Komplex mit einem kurzen Erbgutstrang aufgeklärt. Ein ähnliches Protein kommt auch im menschlichen Organismus vor und erfüllt dort die gleichen Aufgaben, die Initiierung der Aufspaltung der DNA, damit diese anschließend verdoppelt oder repariert werden kann. Die neuen Erkenntnisse könnten helfen, wirkungsvollere Medikamente, etwa gegen das Hepatitis C-Virus, zu entwickeln. (Quelle: www.uni-muenchen.de, 11.06.2007)
  • Auszeichnung für das Lebenswerk des ehemaligen LMU-Wissenschaftler Prof. Udalrich Büll
    Für seine Verdienste um die klinische Wissenschaft wurde Prof. Büll mit der Georg-von-Hevesy-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin ausgezeichnet. Prof. Büll ist auf das Engste mit der Einführung der nuklearmedizinischen Schnittbildgebung und -diagnostik verbunden. Seine Erfahrungen in der radiologischen Skelettdiagnostik führten zur Habilitation an der LMU München und zur Position des Direktor der Klinik für Nuklearmedizin der RWTH-Aachen. (Quelle: www.rwth-aachen.de, 04.05.2007)

    Würzburg
  • Arzneikapseln aus künstlicher Spinnenseide an der TUM
    Prof. Andreas Bausch (Ordinarius für Biophysik) und Dr. Thomas Scheibel (Lehrstuhl für Biotechnologie) ist die Herstellung eines neuen Biomaterials aus künstlicher Spinnenseide zur Nutzung, z. B. als Verkapselungsmaterial für medikamentöse Wirkstoffe. Diese Mikrokapsel besitzt hohe chemische Stabilität bei absoluter Biokompatibilität und immunologisch neutralem Verhalten. Es stellt ein ideales System dar, verschiedenste Inhalte sicher ans gewünschte Ziel zu transportieren. (Quelle: http://portal.mytum.de, 25.06.2007)
  • Siemens und TUM verlängern Technologiepartnerschaft
    Prof. Hermann Requardt (Mitglied des Zentralvorstandes der Siemens AG) und Prof. Wolfgang A. Herrmann (Präsident der TUM) bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus. Mit der Verlängerung des partnerschaftlichen Rahmenvertrages um weitere fünf Jahre und dem finanziellen Ausbau des gemeinsamen „Center for Knowledge Interchange“ (CKI) stehen die Zeichen für die weitere Zusammenarbeit vor allem im Bereich der Medizintechnik sehr gut. Bei der Entwicklung integrierter Software-Lösungen für intraoperative und interventionelle Verfahren arbeiten Siemens AG Medical Solutions und die Fakultät für Informatik (Abteilung Informatikanwendungen in der Medizin) in einem Großprojekt mit einem Jahresvolumen von 1,2 Mio. Euro zusammen. (Quelle: http://portal.mytum.de, 15.05.2007)
  • Mechanismen der initialen Blutgerinnung aufgedeckt
    Physikern der TUM um Prof. Roland Netz (Lehrstuhl für Physik II) und der Universität Augsburg ist es gemeinsam mit Medizinern der Universität Münster gelungen, das Rätsel der initialen Blutgerinnung zu lösen. Die Zusammenarbeit liefert fundamental neue Einsichten, die Gefäßkrankheiten, wie z. B. die Arteriosklerose, in einem neuen Licht erscheinen lassen und die Grundlage zu neuartigen Therapieansätzen bilden werden. Dies verstärkt die Hoffnungen, die von-Willebrand-Erkrankung als häufigste Erbkrankheit therapieren zu können. (Quelle: http://portal.mytum.de, 14.05.2007)
  • 5 Mio. Euro für Weiße Biotechnologie in Bayern
    Im neuen Förderprogramm „BioIndustrie 2021“ des BMBF wurden dem Clusterkonzept „Industrielle Prozesse mit Biogenen Building Blocks und Performance Proteinen (IBP)" für die erste Projektphase 5 Mio. Euro bewilligt. Das Projekt wird von der BioM Biotech Cluster Development GmbH (Martinsried) koordiniert. Dem Lenkungsausschuss gehört auch Prof. Wolfgang A. Herrmann (Präsident der TUM) an. Nahezu 40 Kooperationspartner aus der Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten zur Erreichung der Projektziele zusammen. (Quelle: http://portal.mytum.de, 01.06.2007)

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Forschungsnachrichten aus den Regionen Regensburg und Würzburg

Regensburg

  • Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zytometrie e.V.
    Die Deutsche Gesellschaft für Zytometrie e.V. (DGfZ) veranstaltet ihre bereits siebzehnte Jahrestagung vom 10. - 13. Oktober 2007 am Klinikum der Universität Regensburg. Seminare und Vorträge finden unter anderem zu folgenden Schwerpunktthemen statt: Biosensoranwendungen und Nanotechnologie, Zytometrie in der Systembiologie, Stammzell-Biologie und In-vivo-Imaging. Für einen Plenarvortrag konnte Prof. Dr. Stefan W. Hell, Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen und Träger des Deutschen Zukunftspreises 2006, gewonnen werden. Weitere Informationen sowie ein vorläufiges Programm finden Sie auf der Website der DGfZ. (Quelle: www.dgfz.org)

    Würzburg
  • Wichtiger Fortschritt in der Therapie von Nebennierenkrebs
    Erstmals gibt es einen Therapieerfolg für Patienten, bei denen ein Nebennierenkarzinom operativ entfernt wurde. Mitarbeiter der Würzburger Universitätsklinik haben zusammen mit italienischen Medizinern in einer Studie zeigen können, dass durch den Einsatz des Medikaments Mitotane das Risiko, an der Erkrankung zu sterben, sich nahezu halbiert. Nach Aussagen der Forscher ist es mit dieser Untersuchung erstmals gelungen, für das seltene Nebennierenkarzinom weltweit eine Standardtherapie zur Rückfallprophylaxe nach der Operation zu etablieren. (Quelle: www.uni-wuerzburg.de, 08.06.2007)
  • Auszeichnung im Bereich der kardiovaskulären Forschung
    Prof. Martin Lohse, Leiter des Rudolf-Virchow-Zentrums, wurde in Bologna für hervorragende Leistungen im Bereich der kardiovaskulären Forschung mit dem „Research Achievement Award“ der Internationalen Gesellschaft für Herzforschung (ISHR) geehrt. Mit der Auszeichnung ist eine Forschungsförderung von 30.000 US-Dollar verbunden. Prof. Martin Lohse, der im letzten Jahr den Bayerischen Verdienstorden erhielt, erforscht G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, die in der undurchlässigen Zellmembran sitzen und Signale von außen in die Zelle leiten. Martin Lohse und sein Team haben entscheidend zum Verständnis beigetragen, wie eine chronische Überstimulation der Rezeptoren zu einer Herzmuskelschwäche führen kann. (Quelle: www.uni-wuerzburg.de, 21.06.2007)

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