| Ausgabe Nr. 1/2007 (27. Februar) | Übersicht Impressum |
Im Rahmen des Clusters Medizintechnik organisiert das Forum MedTech Pharma e.V. Cluster-Treffs. Ein Unternehmen ist Gastgeber
für Vertreter anderer Unternehmen oder Forschungseinrichtungen.
Ziel und Inhalt der Treffen ist:
Der nächste Cluster-Treff Medizintechnik findet bei folgendem Unternehmen statt:
Oechsler AG, Ansbach (8. März 2007)
Kunststoffteile für die Medizintechnik herzustellen, erfordert umfangreiche Kenntnisse sowie höchste Sorgfalt in der Produktion. Zusammen
mit dem Kunden entwickelt Oechsler Bauteile und Baugruppen für medizinische Anwendungen wie Inhalationsgeräte, Geräte zur Messung
von Blut- und Urinwerten oder Mischsysteme für Knochenzement. Die Abwicklung der Projekte erfolgt im eigenen Geschäftsbereich Oechsler
Med durch professionelles Projektmanagement mit Projektbetreuung von der Idee bis zur Serienproduktion. Die sorgfältige Auswahl geeigneter
Werkstoffe und Fertigungstechnologien der einzelnen Bauteile, ein komplettes Lieferanten-Management, sowie Werkzeugauslegung und Werkzeugbau
sind weitere Merkmale des Portfolios. Oechsler bietet zudem eine Zertifizierung nach ISO 13485 (2003), eine Fertigung nach GMP-Standard und bei
Bedarf eine Fertigung im Reinraum.
In den kommenden Monaten sind weitere Cluster-Treffs Medizintechnik geplant:
China: An opening door but challenges remain
(Financial Times, Oct. 16, 2006)
Die Volksrepublik China gilt seit geraumer Zeit als die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt. Der Eintritt in den chinesischen
Markt stellt für europäische Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie, Pharma und medizinische Informatik einen überaus
attraktiven Schritt dar. Dabei steht oftmals nicht die Verlagerung von Arbeitsplätzen nach China im Vordergrund, sondern die Generierung
zusätzlichen Firmenwachstums in einem Markt mit 1,3 Millarden Einwohnern.
Gleichzeitig ist der Markteintritt in China auch eine große Herausforderung. Nicht wenige Versuche zur Erschließung dieses bedeutenden Marktes
sind wegen regulatorischer Hürden, Rechtsunsicherheit, Schwierigkeiten bei der Patentierung und einer oft unzureichenden Infrastruktur gescheitert.
Im Workshop berichten Unternehmer und Berater aus der Branche mit Erfahrung auf dem chinesischen Markt, dass der Markteintritt gerade auch
für kleine und mittelständische Unternehmen ein Erfolg werden kann. Daneben werden Referenten aus China in Grundvorträgen die Chancen eines
Markteintrittes darstellen und schwerpunktmäßig die Themen Zulassung, Patentrecht und Vertrieb behandeln.
Der Workshop richtet sich an Vertreter kleinerer und mittelständischer Unternehmen, die vor oder in der Startphase zum Eintritt in den
chinesischen Markt stehen und kann als wertvolle Informationsquelle zu den spezifischen Anforderungen dieses Marktes genutzt werden.
Wir laden Sie zu diesem Workshop herzlich ein und würden uns freuen, Sie in Erlangen oder Innsbruck begrüßen zu können.
Veranstaltungsort 1: Erlangen
Datum: 27. März 2007
Veranstaltungsort 2: Innsbruck
Datum: 29. März 2007
Innerhalb des Medizintechnik-Clusters Bayern steht die Metropolregion Nürnberg in erster Linie für weltweite Kompetenz in medizinischer Bildgebung und Bildverarbeitung. Dieses
regionale Schwerpunktthema wurde im Rahmen des Cluster-Treff Medizintechnik am 6. Februar 2007 bei der Firma Mercury Computer Systems GmbH aufgegriffen. Experten
erhielten detaillierte Einblicke in innovative Systeme für Visualisierung und Management medizinischer Bilddaten. Die in Fürth ansässige Firma ist mit weltweit mehr als 1400
Installationen einer der führenden Anbieter für webbasierte Bildverarbeitungssoftware.
Ein neu entwickeltes, serverbasiertes 3D-Bildmanagement-System ermöglicht konsistenten Zugriff auf alle Patientendaten und Bilder von jedem Arbeitsplatz im Krankenhaus
aus. Langjährige Entwicklungsarbeit musste dabei in Hard- und Software investiert werden, um den Qualitätsansprüchen der medizinischen Anwender zu genügen, vor allem
aber um eine Verarbeitung von mehreren Tausend Einzelbildern in Sekundenbruchteilen zu ermöglichen.
In der lebhaften Diskussion konnten erste Ideen für eine vorwettbewerbliche Projekt-Zusammenarbeit entwickelt werden. Kernpunkt ist hier eine konsequente Ausweitung der
Bildmanagement-Systeme auf Daten unterschiedlichster bildgebender Verfahren, um dem Kliniker eine noch effektivere Differentialdiagnose zu ermöglichen. Aber auch mögliche
neue Aufträge waren vielfach Inhalte der intensiven Gespräche. Vertreter u.a. von Siemens Medical Solutions, Philips Medizin Systeme, TomTec Imaging, XRSB Röntgensysteme oder XrayMediConnect
nahmen an der Veranstaltung teil.
Innovationen im Gesundheitswesen sind stark abhängig von der interdisziplinären Zusammenarbeit der beteiligten Branchen und damit auch von erfolgreichen Kooperationen.
Dieser Erkenntnis folgend veranstaltete das Forum MedTech Pharma e.V. zusammen mit dem Netzwerk Life Science Bavaria zum vierten Mal das International One-on-One Cooperation Event Medtech - Pharma - Biotech
am 13. Februar 2007 in Garching. In unmittelbarer räumlicher und zeitlicher Nachbarschaft zum internationalen Kongress Forum Life Science trafen sich 190 Teilnehmer von 150 Firmen und wissenschaftlichen Instituten
aus 14 Ländern zu gezielten Gesprächen, die im Vorfeld nach den jeweiligen Geschäftsinteressen ausgewählt werden konnten.
Die ausgewogene Zusammensetzung der Teilnehmer aus Medizintechnik, Pharma und Biotech in Verbindung mit sich ergänzenden thematischen Interessen führte zu gut gefüllten Stundenplänen
aller Teilnehmer, die vielfach vor Ort noch zusätzlich um Ad-hoc-Meetings ergänzt und erweitert wurden. Insgesamt konnte so mit über 800 realisierten bilateralen Gesprächen ein neuer Rekord erreicht werden.
Gerade das Thema Gesundheit ist vertrauensorientiert weswegen sich ein persönliches Gespräch durch nichts ersetzen lässt
Welche kleinen Firmen haben sonst die Möglichkeit, mit großen Konzernen in Kontakt zu kommen?,
so Dr. Dietmar Scheddin von Cytox über die Chancen insbesondere von KMUs beim One-on-One. Neben diesen und zahlreichen mittelständischen Unternehmen wie Ziehm Imaging oder Geneart nutzten auch Global Player
wie Siemens Medical Solutions, Boehringer Ingelheim und Merck die Veranstaltung für ihre Suche nach neuen Partnern.
Während Teilnehmer, die bereits zum wiederholten Mal mit ihren Firmen vertreten waren, vor allem die Quantität und Qualität der diesjährigen Meetings lobten, zeigten sich auch Unternehmensvertreter, die erstmalig dabei waren, vom
One-on-One-Prinzip beeindruckt. Dr. Claus Harder von Biotronik resümierte einen erfolgreichen Tag: Ich kannte das Konzept bisher noch nicht und habe mich von dem Event und von den Gesprächspartnern überraschen lassen.
Es haben sich hochinteressante Ansatzpunkte für Kooperationen mit Firmen ergeben, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie Know-how haben, das für uns interessant sein könnte.