| Ausgabe Nr. 1/2007 (27. Februar) | Übersicht Impressum |
Die in Regensburg ansässige Firma WILDEN AG wurde zum Jahreswechsel von der Gerresheimer Group aus Düsseldorf gekauft. Unter dem neuen Namen
Gerresheimer Wilden AG wird das erfolgreiche Medizintechnik Unternehmen in der Region weitergeführt.
Mit dem Erwerb von Wilden ist die Gerresheimer Group künftig in den vier Geschäftsbereichen Tubular Glass, Moulded Glass, Life Science Research und
Plastic Systems aufgestellt. Das Umsatzvolumen der Gruppe wird auf über 900 Mio. Euro anwachsen und künftig an mehr als 31 Standorten in Amerika, Europa
und Asien produzieren und weltweit 8.500 Mitarbeiter beschäftigen. Um die Topmarke Wilden zu erhalten, hat man entgegen üblicher Verfahren den Firmennamen
beibehalten und wird unter Gerresheimer Wilden AG die Standorte in der Oberpfalz weiterführen. Das Management sieht in dem Kauf eine strategische Addition
von Know-how unter dem Motto "Glas trifft Plastik", daher seien keine Arbeitsplätze in Gefahr.
Weitere Infos auf der
Homepage von Gerresheimer Wilden.
Biopharmazeutische Produkte werden mit lebenden Zelle und hochkomplexen, langwierigen und kostenintensiven Produktionsprozessen hergestellt. Sie sind heute
in der modernen Arzneimittelproduktion unverzichtbar und nehmen weiter an Bedeutung zu. Nach Angaben des amerikanischen Pharmaverbandes PhRMA befinden
sich derzeit über 400 Biopharmazeutika in der klinischen Entwicklung. Roche betreibt im oberbayerischen Penzberg sein größtes Biotechnologiezentrum in
Europa. Es ist für die technische Forschung, Entwicklung und Herstellung biopharmazeutischer Wirkstoffe (Biologics) schon seit Jahrzehnten bekannt. Jetzt hat
der Basler Konzern den Standort als Center of Excellence für therapeutische Proteine, einschließlich monoklonaler Antikörper, weiter gestärkt. Innerhalb der
Pharmaforschung werden dort künftig Biopharmazeutika für alle therapeutischen Gebiete von Roche erforscht und entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei die
Onkologie, Virologie, Entzündungserkrankungen wie Asthma und rheumatoide Arthritis, Gefäßerkrankungen und Erkrankungen des zentralen Nervensystems
wie Morbus Alzheimer.
Weitere Infos auf der
Homepage von Roche.
Im Rahmen des Great Place to Work® Wettbewerbs "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2007" wurde 50 Unternehmen das
Gütesiegel "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2007" verliehen. Insgesamt hatten sich 198 Unternehmen um die Auszeichnung beworben.
Great Place to Work® Wettbewerbe finden seit 1998 in den USA ("100 Best Companies to Work For in America") und, auf eine Initiative der EU-Kommission zurückgehend,
seit 2002 auch in Europa in derzeit 15 europäischen Ländern statt.
Zu den Gewinnern gehören folgende Mitglieder im Forum MedTech Pharma e.V.:
Hilfe für Herz-Kreislauf-Patienten: Ein intelligentes Sensornetzwerk überwacht künftig Betroffene und alarmiert bei Bedarf den Arzt. Den "Mobilen Gesundheitsassistenten" stellen
Fraunhofer-Forscher auf der CeBIT in Hannover (15. - 21. 3. 2007) in Halle 9, Stand B36 vor.
Sechs Fraunhofer-Institute haben zwei Jahre lang
an einem System gearbeitet, das die Langzeiterfassung der wichtigsten Herz-Kreislauf-Funktionen rund um die Uhr auch außerhalb der Arztpraxis erlaubt und die Kommunikation
mit medizinischem Fachpersonal ermöglicht.
Die wichtigsten Komponenten des "Mobilen Gesundheitsassistenten" wurden in dem Fraunhofer-Gemeinschaftsprojekt senSAVE® (Sensor Assistance for Vital Events) entwickelt: bequem
zu tragende Sensoren, die kontinuierlich alle notwendigen Messwerte ermitteln und über Funk an einen PDA leiten; außerdem die nötige Software, die die Datenflut sammelt, auswertet
und via Internet oder Mobilfunk an eine telemedizinische Betreuungszentrale übertragen.
Weitere Infos auf der
Infoseite zum senSAVE System.
Ein wesentlicher Aspekt im Kampf gegen Krebs liegt darin, zu erkennen, wann und warum Zellen entarten, wieso die zelleigenen Kontrollmechanismen versagen und entsprechende
Therapien zu entwickeln, um diese Mechanismen wieder in Gang zu bringen. Aufbauend auf die Erkenntnisse der Grundlagenforschung wird das internationale Forschungskonsortium
GROWTHSTOP unter der Führung des Biozentrums der Medizinischen Universität Innsbruck und in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Medizin Tirol (KMT) nun in den
kommenden vier Jahren daran arbeiten, neue Therapieformen zu entwickeln.
Einer der häufigsten Gründe, warum ein Tumor entstehen kann, ist der Verlust der Eigenschaft von Krebszellen, den programmierten Zelltod (Apoptose) zu durchlaufen. Ziel des
Forschungsprojektes ist es, die Mechanismen Apoptoseregulation in verschiedenen Tumoren zu studieren, um neue molekulare Ansätze für die Entwicklung von Wirkstoffen zu
finden, die den programmierten Zelltod modulieren können.
Das Konsortium wird innerhalb des sechsten Rahmenprogramms der EU in den kommenden vier Jahren mit einem Gesamtprojektvolumen von knapp fünf Millionen Euro
gefördert. An diesem Konsortium sind Forschungseinrichtungen aus ganz Europa sowie das Weizmann-Institut in Israel beteiligt. Mehrere Klein- und Mittelbetriebe aus
Deutschland, Ungarn und Österreich liefern die nötigen chemischen Kapazitäten, um die Wirkstofffindung erfolgreich voranzutreiben. Getragen und organisatorisch betreut
wird dieses Großprojekt vom Kompetenzzentrum Medizin Tirol (KMT).
Weitere Infos zu diesem Projekt auf der
Homepage das KMT.